Die Schader-Stiftung und das Hessische Landesmuseum Darmstadt begannen ihre langfristig angelegte Kooperation 2007. Gemeinsam konzipierte Ausstellungen unter dem Titel “Bilder gesellschaftlichen Wandels” sollen die sozialwissenschaftlich orientierten Fragestellungen der Schader-Stiftung mit der Geschichte und Themen der Kunst des 20. Jahrhunderts verbinden. Das Hessische Landesmuseum stellt hierfür Teile seines Bestandes zur Verfügung. Die Ausstellungen werden die Kunstwerke unter dem Aspekt des Wahrnehmungswandels betrachten, wobei jeweils auch eine aktuelle Position der Gegenwartskunst mit einbezogen wird.
Anny und Sibel Öztürk. From Inner To Outer Shadow
Bilder gesellschaftlichen Wandels 7
22. April - 11. Juli 2010
Die Schader-Stiftung und das HLMD zeigen ihre siebte gemeinsame Ausstellung in der Reihe “Bilder gesellschaftlichen Wandels”.
Die Präsentation stellt den Innenraum in das Zentrum der künstlerischen Diskussion. Interieurdarstellungen blicken in das Innere eines Hauses und zeigen zugleich eine Sicht von aussen, die bewertet und charakterisiert. Die Interieurmalerei erzählt von historischen, kulturellen und sozialen Bedingungen unseres Wohnens und Lebens.


Die Künstlerinnen Anny und Sibel Öztürk kommentieren mit eigens zu dieser Ausstellung entstandenen Werken Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts von Moritz von Schwind und Wilhelm Busch bis zu Richard Hamilton und Günther Förg aus dem Bestand des HLMD. Vor dem Hintergrund der multinationalen Herkunft und besonderen familiären Tradition führen sie einen aussergewöhnlichen Dialog mit europäischer Interieurmalerei Raumerfahrung und dem uralten Motiv des Schlagschattens. Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema finden Sie unter Kunsttexte.de.
Verborgen : Gesehen
Bilder gesellschaftlichen Wandels 6
31. Oktober 2009 - 31. Januar 2010
Die Schader-Stiftung und das Hessische Landesmuseum zeigen mit “verborgen : gesehen” ihre sechste gemeinsame Ausstellung in der Reihe “Bilder gesellschaftlichen Wandels”.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit den übersehenen Menschen in unserer Gesellschaft. Das Thema hat in der Geschichte der Kunst eine lange Tradition. So malten Paula Modersohn-Becker und Otto Mueller bereits in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Bilder von Menschen aus sozialen Randgruppen.
Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler konfrontieren uns mit mehrdeutigen Bildern, die ihre Wahrnehmung der sozialen Realität wiedergeben: Die Fotografien von Raed Bawayah und Christina Kratzenberg öffnen die Sicht auf Menschen abseits vom normativen Blickfeld der Gesellschaft, etwa auf den Strassen von Stuttgart, in der Psychatrie oder in einem Asylbewerberheim. Die soziokulturellen Aktionen des Berliner Kollektiv Migrantas tragen in Form von Piktogrammen Migrationserfahrungen in die Öffentlichkeit.

Stadt - Bild - Konstruktion.
Bilder gesellschaftlichen Wandels 5
7. Mai - 2. August 2009
Die fünfte Ausstellung in der Reihe “Bilder gesellschaftlichen Wandels” thematisiert das Bild, das von der Stadt gemacht wird. Das Stadtbild kann prägend sein sowohl für die Identität der Bewohner als auch für die Wahrnehmung des Reisenden, des Touristen, d.h. für alle, für die eine Stadt in ihrer Erscheinung unverwechselbar ist oder sein soll. Unter den heutigen ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen ist die Konkurenz unter den Städten ein wesentlicher Faktor für das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung. Diese Entwicklung ist seit dem 19. Jahrhundert historisch gewachsen mit der Entwicklung der Städte und vor allem ihrer touristischen Erschließung und Vermarktung. Parallel hierzu entstand eine ikonografische Tradition des Bildes von der Stadt. Stadtbilder waren und sind auch heute noch bewusste Konstruktionen bestimmter motivischer Leitbilder.
Die Ausstellung soll historische Grundlagen und aktuelle Ausformungen der Stadtdarstellung und -werbung deutlich machen. Der historische Schwerpunkt liegt auf der so genannten “Hofmeister-Sammlung” der Graphischen Sammlung des HLMD: populäre Grafiken mit hessischen Stadtansichten aus dem 19. Jahrhundert, etwa von Kassel, Fulda oder Darmstadt. Der aktuelle Blick zeigt künstlerische Auseinandersetzungen mit den Stadtbildern von Darmstadt, Frankfurt, Kassel und darüber hinaus. Aktion, Gemälde, Fotografien und Collagen von Martin Brüger, Verena Guther, Joachim Kreiensiek und Oliver Zwink ergänzen die Ausstellung, die den Wandel und die Erwartungen von einem Bild der Stadt diskutiert.
Stadtmensch - Zeitsprung
Bilder gesellschaflichen Wandels 4
4. Dezember 2008 - 15. März 2009
Nachdem die vorangegangenen Ausstellungen sich dem Thema Stadt vor allem mit dem Blick auf den gestalteten Stadtraum genähert haben, stellt diese Präsentation deren Bewohner in den Vordergrund. Der “Stadtmensch” entspricht sowohl einem soziologisch definiertem Typus als auch der im allgemeinen Sprachgebrauch üblichen Charakterisierung eines Menschen mit mit spezifischen Verhaltensweisen und äußeren Erscheinunungsformen.
Die Ausstellung spürt dem aus der Verstädterung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts hervorgegangenen Phänomen des Stadtmenschen nach, das seit Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend in das Blickfeld der Künstler geraten ist.
Gemälde und Graphiken aus dem Bestand des Hessischen Landesmuseums etwa von Max Pechstein, Conrad Felixmüller, Max Beckmann, George Grosz, Heinrich Maria Davringhausen und anderen werfen ein Streiflicht auf die Menschen in der Stadt zwischen den beiden Weltkriegen.
In einem Zeitsprung werden ihnen Fotografien des Kanadiers Stephen Waddell (geb. 1968) mit Beobachtungen von Stadtbewohnern zu beginn des 21. Jahrhunderts gegenübergestellt
,Skulptur Raum Darmstadt
Bilder gesellschaftlichen Wandels 3
5. Juni - 28. September 2008
Die Ausstellung setzt sich mit den von der Darmstädter Stadtarchitektur definierten Räumen, den Skulpturen und deren Präsenz darin auseinander.
Öffentliche Skulptur steht auf Plätzen, auf Straßen und in Parkanlagen. Sie ist dem stetigen Wandel ausgesetzt, sowohl in der Nutzung durch die Bewohner als auch in der Konfrontation mit anderen Objekten, mit Architektur, Verkehr und nicht zuletzt mit gestalteter Natur. Wie präsentiert sich diese öffentliche Skulptur seit 1945 in Darmstadt? In welcher Umgebung wurde sie aufgestellt? Wie wird sie wahrgenommen und genutzt? Wie selbstverständlich ist sie Teil der städtischen Wirklichkeit und unserer Aufmerksamkeit? Dies sind einige Fragen, die in der Ausstellung gestellt werden.
Der Fotograf Thomas Eicken dokumentiert öffentliche Skulpturen und Plastiken in der Peripherie und im Zentrum Darmstadts. Im Fokus seines fotografischen Blicks stehen die Werke und ihre ästhetische und funktionale Stellungen im Stadtraum.
Feldforschung Stadt > 29 Antworten
Bilder gesellschaftlichen Wandels 2
20. September 2007 - 20. Januar 2008. Verlängert bis zum 2. März 2008
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Mit der Ausstellung “Feldforschung Stadt > 29 Antworten” setzen die Schader-Stiftung und das Hessische Landesmuseum Darmstadt ihre Kooperation fort, die im Februar 2007 mit der Präsentation “Die fremde Landschaft” begann. Die Ausstellung, die wie die erste gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen mit der Kunst des 20. Jahrhunderts verbindet, zeigt Bilder von der Stadt. Sie spannt den Bogen von Gemälden des 19. Jahrhunderts von Johann Heinrich Schillbach (1798-1851) über Arbeiten der Klassischen Moderne von Max Beckmann (1884-1950), Lyonel Feininger (1871-1956), Franz Radziwill (1895-1983) zu Bildern der 1960er Jahre wie von Raimond Hains (1926-2005) bis zu Werken der 1970er und 1980er Jahre von Imi Knoebel (geb. 1940), Rainer Fetting (geb. 1949), Jean-Frédéric Schnyder (geb. 1945 oder Martin Kippenberger (1953-1997) und schließlich bis zur Gegenwartskunst mit eigens für diese Ausstellung produzierten Arbeiten des Berliner Künstlers Erik Göngrich.
Unter dem Stichwort “Feldforschung” sollen die Werke aus einem Blickwinkel betrachtet werden, der sie nach ihrem Aussagewert für die Wahrnehmung von Stadtgestalt, -struktur und-nutzung befragt. Die Arbeiten reichen von realistischen Stadtansichten über Visionen, analytischen Collagen bis zu Mikrostudien. Themen wie Mauern und Grenzen, die touristische Stadt oder Stadt als Heimat und Aktionsfeld politischer und sozialer Ideen werden verhandelt. Die Künstler und Künstlerinnen reflektieren Fragen und Probleme, und sie geben Antworten, auf die wir als Betrachter reagieren können.
Diese Reflexion und deren Wandel ist das Thema der Ausstellung. Die 29 Antworten der Künstler zu diskutieren, ist ihre Zielsetzung.
Die fremde Landschaft
Bilder gesellschaftlichen Wandels 1
24. Februar - 20. Mai 2007. Verlängert bis zum 17. Juni 2007.

Die erste Ausstellung der Kooperation widmet sich der Landschaftsdarstellung vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Max Beckmann, Gerhard Richter und anderen. Der Titel verweist auf die zunehmend beschleunigte Veränderung der Landschaft. Gemeint ist die Abkehr von der Vorstellung eines Arkadiens und die fremd gewordene Landschaft vor dem Hintergrund einer zivilisatorischen und nicht zuletzt militärischen Nutzung, die einen Wandel der Definition von Landschaft bewirkt. Deren vielfältige Warnehmungsmöglichkeiten sind ohne gesellschaftliche Koordinaten nicht zu erfassen. Der künstlerische Blick demonstriert diesen Wandel in besonderen Ausprägungen.
Fotoarbeiten und ein Video von Lukas Einsele (geb. 1963) aus seinem Projekt “One Step Beyond - Wiederbegegnung mit der Mine”, das sich mit den Minenfeldern in den Landschaften Afghanistans, Bosnien-Herzegowinas und anderen Ländern sowie den Folgen für die Menchen auseinandersetzt, bilden den Einstieg in das Thema.









